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Geringer Einsatz von Social Media in der Krankenversicherung

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27.07.2011,

Mit dem Web 2.0 beziehungsweise den sogenannten Social Media wird das Internet immer mehr zu einer weltweiten Plattform der interaktiven Kommunikation. Vor diesem Hintergrund hat sich auch das Verhalten der Verbraucher verändert. Viele Informationen werden nur noch über das Internet abgerufen, Erfahrungen werden ausgetauscht und Meinungen gebildet. Eine Entwicklung die auch für die privaten und gesetzlichen Krankenversicherungen relevant ist.

Die Chancen, die sich sowohl für die GKV als auch für die PKV durch Social Media ergeben, sind vielfältig. Dies zeigt auch eine Untersuchung der PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft in Zusammenarbeit mit der Universität Hamburg. Dabei wurden 200 private und gesetzlichen Krankenversicherer im Hinblick auf ihre Nutzung von Social Media untersucht. Die Datenerhebung fand im November 2010 statt. Da bereits Ende 2009 in einer ähnlichen Erhebung Daten zu den Webpräsentationen von GKV und PKV erhoben wurden, konnte eine teilweise Einschätzung zur Entwicklung der Nutzung vorgenommen werden.

Nutzung von Social Media hat Weiterentwicklungspotenzial

Insgesamt zeigte sich dabei deutlich, dass das Social Web zunehmend mehr genutzt wird, jedoch immer noch nicht in seinen Möglichkeiten vollends ausgeschöpft wird. Gegenüber den Untersuchungen im Jahr 2009 konnte in unterschiedlichen Social Media- Bereichen ein Anstieg der Nutzung festgestellt werden. Vor allem Podcasts werden sowohl von der GKV als auch von der PKV deutlich häufiger genutzt. Die Schwerpunkte der Nutzung von Social Media Anwendungen sind jedoch zwischen PKV und GKV unterschiedlich. Während fast alle GKV- Unternehmen auf ihren Seiten Chats oder Foren anbieten, organisieren sich die privaten Krankenversicherungen deutlich stärker in Communitys, wie Facebook, Twitter und XING. Trotz zunehmender Tendenz steht die Entwicklung jedoch erst am Anfang. Da sich die Präsenz in den Social Networks meist nur auf eine reine Unternehmensdarstellung beschränkt, bringt sie keinen echten Mehrwert für Vertrieb und Kundenbindung. Die Nutzung der Social Medias von den gesetzlichen und privaten Krankenkassen hat somit noch ein enormes Weiterentwicklungspotenzial.

Einige Krankenkassen nutzen jedoch Social Networks bereits aktiv. Vor allem Twitter scheint besonders beliebt zu sein. Welche Kasse bloggt, erfahren sie unter http://www.krankenkassen-blogger.de/.




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