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22 Krankenkassen von Insolvenz bedroht |
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01.06.2011,
Bislang sind von den Folgen einer insolventen Krankenkasse nur die Mitglieder der City BKK betroffen. Bestätigen sich jedoch die Sorgen des GKV-Spitzenverbandes könnte sich der Kreis der Betroffenen bald stark vergrößern. Denn wie aus einem Bericht der „Wirtschaftswoche“ hervorgeht, hat der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenkassen bereits weitere Insolvenzkandidaten ausgemacht: 22 weitere Krankenkassen sollen demnach mit starken finanziellen Problem zu kämpfen haben. Um welche Krankenkassen es sich dabei handelt, wurde bislang noch nicht veröffentlicht.
Bekannt ist nur, dass in diesen Krankenkassen, laut GKV-Spitzenverband, insgesamt rund 28 Millionen Deutsche versichert sind. Durch diese deutliche Bezifferung der möglichen Betroffenen hat die Meldung eine deutliche Brisanz und dürfte die starke Verunsicherung bei vielen Versicherten der GKV weiter schüren. Denn anhand der jüngsten Ereignisse würde deutlich, wie schwer es sein kann eine geeignete Krankenkasse zu finden.
Für die teilweise desolate Finanzlage einiger Kassen wird zunehmend der Gesundheitsfond verantwortlich gemacht. Aufgrund der Tatsache, dass die Zuweisungen des Fonds in einigen Regionen zur Deckung der Kosten des Gesundheitswesens nicht ausreicht, müssen die Krankenkassen eigenes Kapital nachschießen. Daraus resultierend müssen die Krankenkassen oftmals Zusatzbeiträge erheben, wodurch sie viele Versicherte an eine andere gesetzliche Krankenkasse ohne Zusatzbeitrag oder an private Krankenversicherung verlieren. Zurück bleibt ein krankes und oftmals altes Mitgliederkollektiv, dessen Kosten nur schwer gedeckt werden können.