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AOK PLUS führt elektronische Gesundheitskarte ein |
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17.08.2011,
Aufgrund einer Vielzahl von technischen Problemen wurde die Einführung der elektronischen Gesundheitskarte, die die bisherige Versicherungskarte ersetzen soll, immer wieder verschoben. Nun beginnen jedoch einige Krankenkassen mit dem Austausch. Nach der AOK Hessen will nun die AOK PLUS die elektronische Gesundheitskarte einführen. Dazu wurden bereits die ersten Versicherten benachrichtigt ihrer Krankenkasse entweder per Post oder per Internet ein geeignetes Passbild zukommen zu lassen. Denn das Passbild ist eine wichtige Veränderung auf der neuen Karte. Wie Rolf Steinbronn, Vorstandsvorsitzender der AOK PLUS, sagte, könne nur so „die neue Chip-Karte, die weitaus sicherer ist als die alte, erfolgreich eingeführt werden". Bis zum Frühjahr 2013 soll die elektronische Gesundheitskarte die bisherige Versicherungskarte gänzlich ersetzt haben. Bis der Versicherte die neue Karte erhält, bleibt die alte Versicherungskarte weiter gültig.
Da auf der elektronischen Gesundheitskarte alle Daten wie Medikamentenlisten und Patientenakten zukünftig gespeichert werden, sollen so beispielsweise Doppeluntersuchungen oder die Verordnung falscher Medikamente vermieden werden. Zudem sollen Versicherte die Möglichkeit haben, ihre persönlichen Daten online einsehen zu können. Doch neben den grundlegenden Daten wie Name, Anschrift und Alter ist bisher keine weitere Speicherung auf der Karte möglich. Diese Funktionen sollen jedoch im Laufe der Zeit nachgereicht werden.
Mit großer Wahrscheinlichkeit werden auch andere Krankenkassen ihre Versicherten zunehmend über die Neuerung informieren und ein Passbild anfordern. Denn, wie im GKV- Wettbewerbsstärkungsgesetz verankert ist, müssen alle Krankenversicherungen bis Ende 2011 mindestens 10 Prozent ihrer Versicherten mit der neuen Gesundheitskarte ausgestattet haben. Erreicht eine Krankenkasse diese vorgeschriebene Anzahl nicht, muss sie für 2012 mit einer Minderung der Verwaltungskosten rechnen.