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BKK begrüßen Überarbeitung des Finanzierungssystems |
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27.07.2011,
Bereits vor der Einführung des morbiditätsorientierten Risikostrukturausgleichs („Morbi-RSA“) haben die Betriebskrankenkassen vor allem gegen die Fehlanreize durch die Einbeziehung der Verwaltungskosten ins Umverteilungssystem protestiert. Nun, nach zwei Jahren Feldversuch, kann ein eindeutiges Resümee gezogen werden: Der Morbi-RSA ist eine hochkomplizierte Umverteilungsmaschenerie, die Begehrlichkeiten weckt und unfaire Wettbewerbsverzerrungen produziert. Ineffiziente Verwaltungen haben sich in den vergangenen zwei Jahren eher weniger um Effizienz bemüht, da Verwaltungskosten ausgeglichen wurden, ohne dass sie an den wirklich nötigen Ausgaben orientiert wurden. Krankenkassen mit „schlanken“ Verwaltungen werden somit aus dem Gesundheitsfond nicht „belohnt“.
Die 199 Betriebskrankenkassen begrüßen demnach die Pläne der Bundesregierung den „Morbi-RSA“ zu reduzieren, zu vereinfachen, unbürokratischer zu gestalten und besser gegen Manipulationen zu schützen. Im Rahmen dessen schlagen die BKK drei Punkte vor: Es soll ein Risikopool eingeführt werden, die Erstattung der Verwaltungskosten aus dem Gesundheitsfond sollen gerecht vorgenommen werden und die Krankengeldzuweisungen sollen so angepasst werden, dass Fehlallokationen korrigiert werden. Die immer wieder diskutierte Annualisierung der Leistungsausgaben für Verstorbene wird von den Betriebskrankenkassen hingegen abgelehnt. Sie ist, laut den BKK, nicht zielführend, wenn es darum geht gleiche Wettbewerbsbedingungen zu schaffen.