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Fruchtbarkeitserhalt: Unionspolitiker fordern......

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13.06.2018,


Maßnahmen zum Fruchtbarkeitserhalt junger Krebspatienten sollen künftig zu den Regelleistungen der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) gehören. Dies fordern die Gesundheitspolitiker von CDU/CSU

Kostenübernahme durch Gesetzesänderung

Nach Vorstellung verschiedener Unionspolitiker sollen die Krankenkassen die Kosten für die Entnahme, Aufbereitung, Kryokonservierung und Lagerung von Keimzellen und Keimgeweben krebserkrankter Patienten übernehmen.

Mit einer entsprechenden Gesetzesänderung des SGB V soll dieses Vorhaben umgesetzt werden, erklärten die gesundheitspolitische Sprecherin der CDU/CSU-Bundestagfraktion Karin Maag und Rudolf Henke, Mitglied im Ausschuss für Gesundheit. Für eine spätere Verwendung von entnommenen Zellen und Gewebe sollen die bereits bestehenden Regelungen zur künstlichen Befruchtung gelten.
Bereits in dieser Woche will die Arbeitsgruppe Gesundheit der Fraktion diesbezüglich ein Positionspapier verabschieden.

15.000 junge Erwachsene pro Jahr betroffen

Der Grund für das Bestreben der Union liegt in der Unfruchtbarkeit als mögliche Nebenwirkung von Chemo- oder Strahlentherapien. Der Verlust der Fruchtbarkeit sei ein gravierender Einschnitt in die individuelle Familienplanung, so die Politiker. Mit der Entnahme und Konservierung von Sperma, Eizellen und Eierstockgewebe kann eine solche Beeinträchtigung zumindest verringert werden. Von der geplanten Gesetzesänderung wären rund 15.000 junge Erwachsene zwischen 18 und 39 Jahren, die jährlich an Krebs erkranken, betroffen. Von ihnen können ca. 80 Prozent geheilt werden und später eine Familie gründen.

Unterstützung von Krebs-Stiftungen

Momentan müssen die Betroffenen die entsprechenden Kosten für die Entnahme von Zellen und Gewebe selbst tragen. Frauen müssen für das Verfahren bis zu 4.300 Euro aufbringen, Männer ca. 500 Euro. Hinzu kommen die jährlichen Kosten für die fachgerechte Lagerung. Unterstützung bekommt die Union von der Deutschen Stiftung für junge Erwachsene mit Krebs, die den Vorschlag begrüßte. Auch die Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie (DGHO) hatte zuvor eine Kostenübernahme gefordert.

 

Foto: (c) Thommy Weiss  / pixelio.de

 




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