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GKV: Säumige Beitragszahler verursachen Milliardenschaden |
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03.02.2012,
Die Privaten Krankenversicherer kämpfen bereits beständig gegen säumige Nichtzahler. Weil die Anzahl der Versicherten, die ihre Beiträge nicht zahlen können, zunimmt, stehen sie bereits in Verhandlungen mit dem Bundesgesundheitsministerium: Sie wollen einen Extratarif für Nichtzahler einführen. Doch nun stellt sich heraus, dass auch die gesetzlichen Krankenkassen Probleme mit Versicherten haben, die ihre Beitragszahlungen nicht ableisten können. Ende 2011 sei so etwa ein Fehlbetrag von mehr als 1,2 Milliarden Euro aufgelaufen. Dies berichtet die Zeitung "Ruhr Nachrichten" unter Berufung auf ein Schreiben des Spitzenverbandes der gesetzlichen Krankenkassen (GKV) an das Bundesgesundheitsministerium vom Oktober 2011.
Wie die Zeitung aus einem Schreiben zitiert, haben bereits im August letzten Jahres 638.000 Versicherte einen Rückstand von rund einer Milliarde Euro verursacht. So wiesen die Beitragskonten von 108. 000 Versicherten, die vor der Versicherungspflicht im Rahmen der Gesundheitsreform im Jahr 2007 von der privaten in die gesetzliche Krankenversicherung gewechselt sind, Beitragsrückstände auf. Doch auch rund 530.000 Versichertenkonten von freiwillig gesetzlich Versicherten – hauptsächlich Selbstständig – sind dem Bericht zufolge nicht ausgeglichen gewesen.
Die Zeitung berichtet weiter, dass in Krankenkassenkreisen bereits kritisiert wurde, dass die Sanktionsmöglichkeiten bei Nichtzahlungen in vielen Fällen wirkungslos seien. So gebe es eine Reihe von Leistungen wie etwa zur Behandlung akuter Krankheiten und Schmerzzuständen sowie bei Schwangerschaften, die auch bei Nichtzahlern nicht gestrichen werden dürften.