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GKV-Spitzenverband kritisiert Versorgungsstrukturgesetz |
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05.08.2011,
Obwohl dem Versorgungsstrukturgesetz von Gesundheitsminister Daniel Bahr, dessen Entwurf erst jüngst vom Bundeskabinett beschlossen wurde, eine richtige Tendenz und ein guter Ansatz zugesprochen werden, hagelt es von allen Seiten Kritik. Der Gesetzesentwurf, welcher vor allem für eine bessere und wohnortnahe ärztliche Versorgung steht, scheint eine gute Grundidee zu sein, der es an Tiefgang fehlt. Auch der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenkassen scheint mit den Neuerungen im Gesundheitssystem nicht gänzlich zufrieden zu sein.
Wie GKV-Vizechef Johann-Magnus von Stackelberg sich gegenüber der „Passauer Neuen Presse“ äußerte, hätte sich der GKV-Spitzenverband mehr Mut von der Bundesregierung gewünscht, gegen die zu hohen Zahlen von Ärzten in verschiedenen Bereichen vorzugehen. Denn Unter- und Überversorgung seien, laut Stackelberg, zwei Seiten einer Medaille. Deshalb würden die Maßnahmen gegen den Ärztemangel verpuffen, wenn man sich weiterhin zu viele Ärzte in bestimmten Regionen leistet. Einer gezielten Bekämpfung der Unterversorgung müsste demnach laut den Aussagen von Stackelberg auch ein Abbau der Überversorgung in manchen Regionen gegenüberstehen.
Wie er im Interview mit der „Passauer Neuen Presse“ zudem deutlich machte, fordern die Kassen aus diesem Grund Honorarabschläge für Ärzte, die sich in bereits überversorgten Gebieten neu niederlassen wollen. Die Tatsache, dass die Regierung diese Möglichkeit zuerst außer Kraft gesetzt hat und nun ganz abschafft sei, laut Stackelberg, ein großer Fehler.