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GKV-Spitzenverband schießt zurück: Keine weiteren......

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10.06.2011,

Nachdem sich Michael Lempe, Vorstandsvorsitzender der Bremer Handelskasse, im „Weser-Kurier“ über die finanzielle Notlage von 20 Krankenkassen äußerte, berichteten zahlreiche Medien über diese schockierende Nachricht. Michael Lempe bezog sich bei seiner Aussage auf ein internes Frühwarnsystem des Spitzenverbandes der gesetzlichen Krankenkassen. Bei diesem werden die 155 Kassen nach ihrer Finanzkraft in Klassen eingeteilt. Laut Lempe, haben 20 Kassen den vierten Status: Rot. Sie sind somit in einer starken finanziellen Schieflage.

Die jüngsten Ereignisse, rund um die Insolvenz der City BKK, veranlassten Lempe zu den öffentlichen Äußerung über vertraulichen Unterlagen und der Forderung, dass die Liste der gefährdeten Krankenkassen umgehend veröffentlicht werden muss. Seiner Meinung nach müssen Versicherte besser darüber informiert werden, ob ihre Kasse auf starken finanziellen Beinen steht. Das Erheben von Zusatzbeiträgen würde als Indikator nicht ausreichen, um zu erkennen, dass sich die Krankenkasse in einer finanziellen Notlage befindet. Die Rangliste, die laut Lempe vom Dezember vergangenen Jahres ist,  kennzeichnet angeblich auch sieben Betriebskrankenkassen als gefährdet.

Prognosen sind, laut Spitzenverband, falsch

Nachdem der GKV-Spitzenverband zunächst ausführliche Kommentar zu den Informationen verweigerte, scheint der Unmut über die Äußerungen von Lempe nun so gewachsen zu sein, dass nun scharf zurückgeschossen wird. Obwohl die Zahlen durch einen Sprecher des GKV-Spitzenverbandes weder bestätigt noch dementiert werden, wird den zahlreichen Spekulationen jedoch die Basis entzogen. Die Bewertung der Finanzsituation wird zwar tatsächlich durchgeführt, doch ist diese immer retrospektiv und lässt somit, laut dem Spitzenverband, keinerlei Schlüsse über die aktuelle Finanzlage der Kassen zu. Ausgehend von dieser Bewertung eine Zukunftsprognose zu stellen, wie es Lempe tat, ist somit laut einem Sprecher des Spitzenverbandes, schlichtweg falsch. Obwohl die Angaben von Lempe demnach keinerlei Aussagekraft haben, ist man beim Spitzenverband über die öffentlichen Aussagen des Vorstandsvorsitzenden der Bremer Handelskasse erbost. Laut einem Sprecher des Spitzenverbandes, kann durch das gezielte verbreiten solcher Informationen der Eindruck entstehen, dass es nicht darum geht die Bevölkerung aufzuklären, sondern lediglich darum die eigene Wettbewerbsposition zu verbessern.




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