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Insolvenz City BKK: Das Chaos nimmt kein Ende |
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10.06.2011,
Die „Berliner Zeitung“ hatte unter Berufung auf ein Papier mehrerer Kassenverbände berichtet, dass die Gefahr besteht, dass für die Mitglieder der insolventen City BKK eine große Versorgungslücke droht. So könnten die Versicherten, wenn sie sich nicht umgehend eine neue Krankenkasse suchen, monatelang ohne Kassenleistung dastehen. Nach der überraschenden Insolvenz, dem strategischen Abwimmeln anderer Kassen, ist dies nun eine weitere Hiobsbotschaft für die Versicherten der City BKK.
Nach der Schließung der City BKK kann es, obwohl der Versicherungsschutz formal weiter läuft, bei Zahlungen zu Verzögerungen kommen. Dies ist jedoch nur der Fall, wenn die Versicherten sich bis zum 15. Juli nicht eigenständig in einer neuen Kasse versichert haben. Denn aufgrund der Tatsache, dass, wenn der freiwillige Krankenkassenwechsel nicht in Anspruch genommen wird, dann der Arbeitgeber, die Rentenversicherung oder das Jobcenter nach einer neuen Kasse suchen müssen, kann es zunächst zur Aussetzung von laufenden Geldzahlungen wie Pflege- und Krankengeld kommen. In Anbetracht der Tatsache, dass bisher nur 60.000 der 130.000 Mitglieder gewechselt haben, ist dies eine Prognose, die viele City-BKK-Mitglieder betreffen könnte.
Brückenkassen sollen Zahlungen gewährleisten
Doch eine Lösung scheint bereits gefunden: Um die Zahlungen der Versicherten zu gewährleisten, die sich bis zur Schließung immer noch nicht für eine neue Krankenkasse entschieden haben, sollen nun, wie das Gesundheitsministerium bekannt gab, Brückenkassen einspringen. Diese sollen die Leistungen der ehemaligen City BKK Mitglieder übernehmen bis der endgültige Wechsel vollzogen ist. Ausgewählt werden die Brückenkassen vom GKV-Spitzenverband. Auch Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr setzt sich für eine schnelle Lösung des Problems ein.