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Krankenkassen fordern neues Finanzierungssystem |
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14.11.2011, In einem Interview mit dem Handelsblatt forderte Doris Peiffer, die Vorstandsvorsitzende des Spitzenverbandes der gesetzlichen Krankenkassen die Bundesregierung auf, aus der Pleite der Betriebskrankenkassen City BKK und BKK für Heilberufe zu lernen und das Finanzierungssystem in den gesetzlichen Krankenkassen grundlegend zu überdenken. Dabei räumt sie ein, dass die Entscheidung darüber, wie man das Finanzierungssystem gestaltet, am Ende immer politisch sei. Sie würde sich jedoch wünschen, dass die gesetzlichen Krankenkassen ihre wieder mehr Beitragsautonomie zurück bekämen. Generell wird ihrer Meinung nach viel zu viel einheitlich geregelt.
"Die Kassen brauchen wieder mehr Beitragsautonomie, also die Möglichkeit den Preis der Leistungen, den Beitragssatz, selbst festzulegen. Und wir brauchen generell mehr Autonomie für die einzelne Kasse, wenn es darum geht mit Ärzten, Krankenhäusern und anderen Leistungsanbietern Verträge zu schließen", sagte Doris Pfeiffer im Interview mit dem Handelsblatt.
Des Weiteren äußerte sie sich kritisch zum Thema Zusatzbeitrag: So habe dieser zwar, wie politisch fokussiert, den Wettbewerb zwischen den Krankenkassen verschärft, er sei jedoch ein Kassenkiller. Denn seitdem die Kassen ihre Beitragssätze nicht mehr frei festlegen können und Beitragsunterschiede nicht durch besseren Service zu rechtfertigen seien, müssen die Krankenkassen stets fürchten in die Pleite getrieben zu werden, wenn sie einen Zusatzbeitrag erheben müssen, weil die Zuweisungen aus dem Gesundheitsfond nicht ausreichend sind. So konkurrieren die Krankenkassen nicht mehr um das beste Preisleistungsverhältnis, sondern um die billigste Vorsorge.
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