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Krankenkassen unterstützen Offenlegung der Finanzen |
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10.08.2011, Aus einer aktuellen Stellungnahme des Spitzenverbandes der Krankenkassen an das Bundesgesundheitsministerium, welche der Berliner Zeitung vorliegt, geht hervor, dass die Krankenkassen die Pläne der Regierung zur Offenlegung der Finanzen künftig unterstützen wollen. Während zu Beginn von vielen Seiten Kritik kam, scheinen die Krankenkassen nun doch damit einverstanden zu sein, dass sie künftig in einem einheitlichen Meldeblatt Angaben zur Vermögenssituation, zur Mitgliederentwicklung und zur Einnahmen-und Ausgabenentwicklung machen müssen. Diese Informationen, die den Versicherten Auskunft über die wirtschaftliche Situation ihrer Krankenkasse geben sollen, werden im Bundesanzeiger sowie in Mitgliederzeitschriften oder im Internet veröffentlicht. Durch die Offenlegung soll das Vertrauen der Versicherten in das Kassensystem wieder zurück gewonnen werden. Dieses ist nach den Ereignissen rund um die Pleite der City BKK schwer beschädigt.
Wie es in der Stellungnahme der Krankenkassen, laut der Berliner Zeitung, heißt, wird durch die Verpflichtung entscheidungsrelevante Informationen einheitlich melden zu müssen die Konsumentensouveränität gestärkt. Der Verband merkt jedoch an, dass weder die Angaben des Vermögens einer Krankenkasse, noch die Angabe von Gewinn und Verlust allein hinreichende Indikatoren seien, um festzustellen, welche Krankenkasse wirtschaftlich gesund ist und welche nicht. Um ein umfassenderes und eindeutigeres Bild der Lage einer Krankenkasse zu geben, schlagen die Krankenkassen deshalb vor, in dem Formular auch Angaben zum Leistungsangebot und zum Service der Krankenversicherung zu machen. Trotz der nun offenkundigen Unterstützung der Offenlegung, warnt der Verband von der möglichen negativen Folgen. Die Veröffentlichung der Daten könne nämlich auch zu neuer Verunsicherung unter den Mitgliedern und somit zu vermehrten Kündigungen führen. Dies könne die wirtschaftliche Situation einer finanziell angeschlagenen Kasse noch verschärfen und eine Rettung unmöglich machen.
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