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Protest: Terre des Femmes kritisiert Krankenkassen |
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25.08.2011, Anlässlich einer Protestaktion vor dem Bundesgesundheitsministerium in Berlin, kritisierte die Vorstandsvorsitzende der Menschenrechtsorganisation Terre des Femmes, Irmingard Schewe-Gerigk, die Tatsache, dass die Behandlungen der Folgen weiblicher Genitalverstümmelung bislang nicht im medizinischen Diagnoseschlüssel enthalten sind. "Kassen weigern sich daher oft die Kosten für notwendige Operationen zu übernehmen", so Schewe-Gerigk. Bereits vor einem Jahr startete Terre des Femmes in Zusammenarbeit mit dem Familienplanungszentrum Balance aus diesem Grund – anlässlich des internationalen Tages „Null Toleranz gegen Genitalverstümmelung“– eine Unterschriftenaktion zur Verbesserung der medizinischen Versorgung betroffener Frauen in Deutschland.
Im Rahmen der Protestaktion in Berlin konnte Irmingard Schewe-Gerigk stolz bereits 21.000 Unterschriften präsentieren. Mit der Unterschriftenaktion soll erreicht werden, dass weibliche Genitalverstümmelung in den medizinischen Diagnoseschlüssel aufgenommen wird. Zudem soll Gesundheitsminister Daniel Bahr damit aufgefordert werden, Maßnahmen in die Wege zu leiten, mit denen eine Übernahme der umfassenden Beratungsgespräche und der medizinischen Behandlungen durch die Kostenträger ermöglicht wird.
Krankenkassen dementieren Vorwürfe
Wie GKV-Spitzenverbands-Sprecher Florian Lanz gegenüber der „Ärzte-Zeitung“ angab, sind Genitalverstümmelungen derzeit in der Tat kein Krankheitsbild. Er dementierte jedoch die Vorwürfe, dass die daraus resultierenden Behandlungen nicht von den Kassen übernommen werden. Dies sei nämlich durchaus der Fall.
Terre des Femmes ist eine gemeinnützige Menschenrechtsorganisation, die u.a. durch Öffentlichkeitsarbeit, Förderung von Projekten und Einzelfallhilfe, unterdrückte Frauen und Mädchen unterstützt. Dabei setzen sie sich, neben der weiblichen Genitalverstümmelung, u.a. gegen Zwangsheirat, Zwangsprostitution und Häusliche Gewalt ein.
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