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Schulnote sechs: Bundesärztekammer kritisiert neuen...... |
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23.08.2011, Immer mehr Krankenkassen bieten ihren Versicherten im Internet ein Arzt-Informationsportal an. Auch der Ersatzkassenverband vdek hat im Auftrag seiner Mitgliedskassen ein Informationsportal entwickelt, auf dem die Versicherten sachliche Informationen, aber auch Meinungen von anderen Versicherten zu den Ärzten abrufen können.
Dr. Frank Ulrich Montgomery, Präsident der Bundesärztekammer, zeigte sich durchaus verärgert über die Freischaltung des vdek-Arztlotsen. Die Tatsache, dass der Verband bereits bei der Veröffentlichung der Plattform einräumen musste, dass ein Missbrauch der Seite nicht ausgeschlossen werden kann, führt Ulrich Montgomery zu der Annahme, dass dem vdek mehr daran gelegen war, „seinen Mitgliedskassen ein hastig zusammengeschustertes Marketinginstrument an die Hand zu geben, als daran, den Versicherten ein seriöses Informationsangebot zur Verfügung zu stellen.“
Die vdek habe sich bei ihrem Arztbewertungsportal nicht an den Qualitätsstandards orientiert, welche die Bundesärztekammer und die Kassenärztliche Bundesvereinigung durch das Ärztliche Zentrum für Qualität in der Medizin (ÄZO) entwickelt haben. So sei beispielsweise keine Registrierung der Nutzer erforderlich, was Mehrfacheinträge und damit verfälschte Bewertungen ermögliche. Die Freitextfelder, die dem Versicherten eine gesonderte Eingabe ermöglichen, bringen, laut Ulrich Montgomery, kaum etwas, „ermöglichen aber Schmähkritik und Diffamierungen, gegen die sich die betroffenen Ärzte kaum wehren können“ Das Bewertungsportal sei somit eindeutig „Kopfnote: Avanti deletanti, Schulnote: sechs“.
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