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Zusatzbeitrag 2016: Gesetzlich Versicherte haben......

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09.12.2015,

Zusatzbeitrag 2016: Gesetzlich Versicherte haben SonderkündigungsrechtDer Zusatzbeitrag gesetzlicher Krankenkassen wird 2016 um durchschnittlich 0,2 Prozentpunkte steigen. Der Gesamtbeitrag, der aus dem allgemeinen Beitragssatz von 14,6 Prozent und einem durch die einzelnen gesetzlichen Kassen individuell festgelegten Zusatzbeitrag besteht, wird dann im Durchschnitt 15,7 Prozent betragen. Einige Krankenkassen haben bereits ihren Zusatzbeitrag für 2016 bekannt gegeben, andere lassen sich bis zum Jahresende Zeit.

Höhere Kosten für Versicherte

Mit der Erhöhung des durchschnittlichen Gesamtbeitrags auf 15,7 Prozent wurde bei einem durchschnittlichen Bruttoeinkommen von rund 2500 Euro im Monat der Arbeitnehmeranteil um fünf Euro auf 210 Euro steigen. Bei einem monatlichen Einkommen von 4237,50 Euro würde der Arbeitnehmeranteil um rund acht Euro auf 356 Euro steigen.

Innerhalb der nächsten zwei Wochen werden Versicherte, deren Krankenkasse ihren Zusatzbeitrag 2016 erhöhen wird, schriftlich darüber benachrichtigt. Zudem müssen Betroffene in dem Schreiben über ihr Sonderkündigungsrecht informiert werden.

Was ist bei der Sonderkündigung zu beachten?

Versicherte haben, soweit ihre Krankenkasse einen Zusatzbeitrag erstmalig erhebt oder einen bestehenden Zusatzbeitrag erhöht, ein Sonderkündigungsrecht. Diese Kündigungsmöglichkeit besteht auch dann, wenn die 18-monatige Bindefrist noch nicht erfüllt ist. Eine Kündigung der Mitgliedschaft ist somit zum Ablauf des übernächsten Kalendermonats möglich - gerechnet von dem Monat, in dem das Mitglied die Kündigung erklärt.

Die Mitgliedschaft in der neuen Krankenkasse kann nach Ablauf der Kündigungsfrist von zwei Monaten - gerechnet ab Beginn des Folgemonats - beginnen. Bis zum Beginn der Mitgliedschaft in der neuen Kasse ist der Zusatzbeitrag in voller Höhe bei der alten Krankenkasse zu entrichten.

Eine außerordentliche Kündigung ist möglich, wenn ein oder mehrere zugelassene Gründe dafür angegeben werden. In diesem Fall braucht für eine rechtswirksame Kündigung keine Mindestmitgliedschaft von 18 Monaten bestanden haben. Ganz genau wie bei einer ordentlichen Kündigung gilt aber die Kündigungsfrist von zwei Monaten zum Monatsletzten. Zugelassene Gründe sind auch hier, dass die Krankenkasse einen Zusatzbeitrag ankündigt oder beschließt, einen bestehenden Zusatzbeitrag zu erhöhen. Weiterhin gilt die Abmeldung wegen Auslandsaufenthalten oder einer dauerhaften Ausreise als zugelassener Grund.

AOK Bayern kündigt Beitragsanpassung an

Am vergangenen Dienstag kündigte die AOK Bayern in einer Pressemitteilung eine Anpassung des Zusatzbeitrags zum 1. Januar an. Der Gesamtbeitragssatz der AOK Bayern steigt 2016 um 0,2 Prozent auf dann 15,7 Prozent. Laut AOK werde durch die Beitragsanpassung ein höheres Leistungsniveau finanziert. Der Verwaltungsrat legte in der Satzung zusätzliche Vorsorgeaufwendungen, wie etwa für professionelle Zahnreinigung, Impfungen und Präparate für Schwangere, fest.

"Die zusätzlichen Ausgaben insbesondere für die vom Gesetzgeber bereits beschlossenen Leistungen und für die voraussichtliche Erhöhung der Vergütungen von Krankenhäusern, Ärzten und allen weiteren Vertragspartnern sowie für Arzneimittel werden rund 230 Millionen Euro über den erhöhten Zuweisungen aus dem Gesundheitsfonds liegen", sagt Dr. Helmut Platzer, Vorstandsvorsitzender der AOK Bayern.

Warum wird der Zusatzbeitrag angehoben?

Verantwortlich für die Erhöhung sind laut GKV-Spitzenverband die gestiegenen Kosten für Pflege, Prävention, Palliativmedizin, Klinikfinanzierung und Medikamente. Das derzeitige Beitragsniveau reiche nicht aus, diese Mehrausgaben zu decken, so der Verband auf einer Veranstaltung Mitte Oktober in Berlin.

Informationen über die AOK Bayern


Foto: Thomas Siepmann  / pixelio.de




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