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PKV: Versicherer lehnen Kostenübernahmen zunehmend ab

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17.11.2011,

Immer mehr private Krankenversicherer überprüfen eingereichte Arztrechnungen im Hinblick auf ihre medizinische Notwendigkeit. Versicherer scheinen nun in schwierigen Zeiten etwas genauer hinzusehen und rechnen nur noch Leistungen ab, die auch im Versicherungsrahmen enthalten sind. Doch wenn nicht alle Leistungen übernommen werden, hat das nicht unbedingt etwas mit dem steigenden Kostendruck zu tun. In vielen Fällen ist an dieser Situation auch der Versicherte selbst schuld. Wie Dr. Klaus Theo Schröder, PKV-Ombudsmann, gegenüber der Ärztezeitung erklärte, seien viele Privatpatienten einfach zu blauäugig.

Auch Dr. Klaus Theo Schröder hatte in seiner Funktion als PKV-Ombudsmann in letzter Zeit mit vielen Fällen zu tun, bei denen Leistungen geprüft und daraufhin nicht übernommen wurden. Der Ombudsmann wird dann zu Rate gezogen, wenn eine gütliche Einigung im beiderseitigen Einvernehmen nicht mehr möglich ist, aber bisher noch keine Klage eingereicht wurde. Zudem darf der Streitwert einen Wert von 5.000 Euro nicht überschreiten. 18 Prozent der Streitigkeiten, die beim Ombudsmann eingehen, betreffen Streitigkeiten über die medizinische Notwendigkeit.

Aus dieser Erfahrung heraus, ist Dr. Klaus Theo Schröder der Meinung, dass das Problem weniger mit einem finanziellen Problem auf Seiten der Krankenversicherer zu tun hat, sondern dass sich in solchen Entscheidung auch eine höhere Aufmerksamkeit der Branche für die Qualität der Leistungen widerspiegeln kann. Das in der PKV zunehmend über eine qualitativ gute Versorgung diskutiert wird, hält Schröder für einen wichtigen Fortschritt.

Um das Problem und die damit einhergehenden Streitigkeiten zu beseitigen, sieht er sowohl Versicherte als auch die Versicherer in der Pflicht. Privatversicherte sollten teure Behandlungen nicht ohne vorherige Zustimmung der PKV durchführen lassen. Oftmals lassen sie teure Behandlungen durchführen ohne sich zunächst einen Heil- und Kostenplan eingeholt zu haben, den sie der Krankenkasse vorgelegt haben. Doch nicht nur von Seiten der Versicherten muss die Kommunikation verbessert werden, auch die Versicherer sind dazu aufgefordert den Kontakt zu ihren Kunden zu verbessern und auf Einschränkungen in der Leistungsübernahme hinzuweisen. Zudem sollte dem Versicherten im Fall der Nichterstattung genau erklärt werden, wie diese zustanden gekommen ist und durch welche Annahmen die Leistung als nicht medizinisch notwendig erachtet wurde.




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