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Mariendistel schützt die Leber |
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24.05.2009,
Die stattliche Mariendistel (Silybum marianum) aus der Familie der Korbblütler führte jahrhundertelang ein Schattendasein. Erst im 18. Jahrhundert wurde ihre starke Wirkung auf die Leber erkannt. Typisch für die bis zu zwei Meter hoch wachsende Pflanze sind neben den dornigen, weiß geäderten Blättern die rotvioletten, kugelförmigen Blüten. Als Arznei dienen die Früchte, die ab August geerntet werden. Ihr wichtigster Bestandteil ist Silymarin, ein Gemisch aus verschiedenen chemisch nah verwandten Komponenten. Das in den Früchten enthaltene Silymarin regt die Leberzellen zur Regeneration und Neubildung an. Schützend wirke die Mariendistel zudem, weil sie aggressive freie Radikale abfange, bevor sie der Leber schaden können. In der Selbstmedikation werden Mariendistelpräparate und -tees bei Verdauungsstörungen wie Blähungen oder Völlegefühl verwendet. Angenehm für Patienten ist, dass abgesehen von einer leicht abführenden Wirkung kaum Nebenwirkungen bekannt sind. Menschen, die gegen Korbblütler allergisch sind, dürfen Mariendistelpräparate jedoch nicht anwenden.
Quelle: Gesundheit Pro