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Negative Folgen möglich – Experten warnen vor Vitaminpillen |
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20.01.2012,
Gesundheit ist das höchste Gut – gerade deshalb versuchen viele Verbraucher alles, um sich diese auch zu bewahren. Bekannterweise gelten vor allem Vitamine als wichtige Waffe im Kampf gegen Krankheiten. Viele greifen jedoch lieber in die Pillendose, als in die Obstschale: Jahr für Jahr werden in Deutschland mehrere Millionen für teure Vitamintabletten ausgegeben. Doch vor allem bei Gesundheitsexperten haben diese schon seit Jahren keinen guten Ruf mehr. Insbesondere durch die Überdosierung der Vitamine in den Pillen kann deren positive Wirkung auf den Organismus genau gegenteiliges bewirken. So können etwa, wie bei hochdosiertem Vitamin D, sogar negative Effekte auftreten.
An der Universität Kopenhagen wurden 68 Studien mit insgesamt 230 000 Teilnehmern ausgewertet. Dabei wurden die Ergebnisse von Tests verglichen, für die freiwillige Studienteilnehmer Präparate mit den Vitaminen A, E oder C, Betakarotin oder Selen eingenommen hatten. Eine Kontrollgruppe erhielt jeweils nur Placebos. Das Ergebnis zeigte, dass von den Probanden, die Vitamin A, E oder Betakarotin eingenommen hatten, innerhalb des jeweiligen Versuchszeitrums anteilig mehr starben, als unter den Teilnehmern der Placebo-Kontrollgruppen. Die Studie zeigt also, dass Vitamintabletten generell nur wenig Nutzen haben. Denn trotz der regelmäßigen Einnahmen von diesen konnten schlimmere Erkrankungen nicht abgewendet werden.
Experten raten: Da erwiesen ist, dass Vitaminpräparate die Gesundheit nicht verbessern beziehungsweise das Erkrankungsrisiko nicht verringern, sollte man darauf lieber verzichten. Besser ist es, viel Obst, Gemüse, Vollkornprodukte und hochwertige Milchprodukte zu essen.