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TK-Datenerhebung: Kinder bekommen immer häufiger...... |
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21.10.2011,
Nach Auswertung ihrer Versichertendaten kommt die Techniker Krankenkasse (TK) zu einem beunruhigenden Ergebnis: Die Zahl der Kinder und Jugendlichen, die Psychopharmaka verabreicht bekommen, ist im letzten Jahr weiter angestiegen. Während im Jahr 2006 bereits 20.000 junge Versicherte der TK Medikamente gegen Aufmerksamkeits- und Hyperaktivitässtörungen (ADHS) von ihrem Arzt verschreiben bekamen, ist die Zahl innerhalb von vier Jahren um 9000 gestiegen – 2010 waren es demnach 29.000 Kinder und Jugendliche. Auch wenn es sich bei den Ergebnissen um keine repräsentative Studie, sondern lediglich um eine Auswertung der Versichertendaten handelt, zeigt sich ein Trend, der durchaus bedenklich ist. Aus diesem Grund spricht die TK nun eine Warnung an die Mediziner aus: An Heranwachsende sollten nicht zu schnell Psychopharmaka verschrieben werden.
Vergabemodalitäten wurden bereits verschärft
Vor allem aufgrund der Tatsache, dass die Spätfolgen von der Behandlung mit Psychopharmaka noch nicht ausreichend erforscht sind, sollten zunächst andere Therapiemöglichkeiten angewandt werden bevor der Heranwachsende mit Psychopharmaka behandelt wird. Demnach sollte die medikamentöse Behandlung immer zuletzt in Betracht gezogen werden. Schon früher wurden kritische Stimmen laut, die anmerkten, dass viele Ärzte und Mediziner zu schnell Medikamente verabreichen. Zum Teil ohne die Kinder und Jugendlichen ausführlich zu untersuchen und andere Therapiemöglichkeiten in Betracht zu ziehen. Aus diesem Grund können seit 2011 Psychopharmaka nur noch von Spezialisten verschrieben werden. Mit dieser Verschärfung der Vergabemodalitäten haben Hausärzte keine Möglichkeit ihre jungen Patienten in dieser Hinsicht medikamentös zu behandeln. Eine Einschränkung, durch die sich der Trend in den kommenden Jahren möglicherweise einschränken lässt. Grundlegend stellt sich jedoch die Frage: Werden Psychopharmaka tendenziell vorschnell verabreicht oder leiden Kinder und Jugendliche grundlegend immer häufiger an Aufmerksamkeits- und Hyperaktivitässtörungen?